Endodontie – Wurzelbehandlung

Die Endodontie umfasst die speziellen zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen, die das Zahn-Innere betreffen (endo-dont = griech. “Innen im Zahn“).

Alle Zähne besitzen von Natur aus innere Hohlräume, über die der Zahn vom Organismus versorgt wird. Hier verlaufen feinste Blutgefäße und Nerven, die gemeinsam das Zahnmark, die Pulpa bilden. Über die Pulpa wird der Zahn während seiner Entwicklung ernährt und erhält seine Sensibilität (Wärme-,Kälte-Empfinden).

Durch Reize von außen kann dieses sensible System aus den Fugen geraten, der Nerv kann sich entzünden, der bekannte Zahnschmerz entsteht.

Häufigste Ursache hierfür ist das Eindringen von Bakterien durch eine Karies. Trotz Füllungstherapie nach Säuberung der Karies können sich schon zu viele Keime in der den Nerv umgebenden Zahnsubstanz befinden, so dass sich das Zahnmark entzündet. Aber auch die Überhitzung des Zahnes durch z.B. einen stumpfen Bohrer bei der Kariesbehandlung, eine extreme Überbelastung durch ein Trauma (Unfall oder exzessives Pressen/Knirschen) oder starke innere Verkalkungen können zu Veränderungen im Zahn-Innern führen, die zur Entzündung bis hin zum Absterben des Zahnes führen.

Ist ein Zahn abgestorben, genauer genommen sein Zahnmark, so entsteht im ehemals durchbluteten Hohlraum eine Ansammlung toter Gewebereste, ein bakterieller „Komposthaufen“, der vor sich hin „fault“ und von der Körperabwehr nicht mehr erreicht werden kann, da in den Zahn hinein keine neuen Blutgefäße mehr wachsen können.

Durch die wachsende Menge an Keimen und Zersetzungsprodukten (Gase, Gifte), die über die Wurzelspitze aus dem Zahn in den Knochen austreten, breitet sich die Entzündung in den Kiefer aus, wo sich schmerzhafte Eiterherde und vorerst nicht schmerzhafte chronische Entzündungsprozesse, wie z.B. Zysten entwickeln.

Grundsätzlich hat man zur Behandlung solcher Entzündungen zwei Möglichkeiten:

1. Zahnextraktion

Hierbei wird der Zahn unwiederbringlich entfernt und geht verloren.

Nach Verlust des Zahnes sollte rechtzeitig die entstandene Lücke wieder mit einem Zahnersatz versorgt werden, da sonst funktionelle Nachteile entstehen. Die Nachbarzähne kippen in die entstandene Lücke, der Zahn im Gegenkiefer kann in die Lücke herunterwachsen, was sich alles unvorhersagbar ungünstig auf die Kaufunktion und das gesamte Zusammenspiel des Gelenk-Muskel-Apparates auswirken kann. Häufige Folgen eines so entstandene Ungleichgewichtes sind Kopf-, Nacken-, Rückenverspannungen und -Schmerzen, sowie eine veränderte ungleichmäßige Abnutzung der Zähne.

Der Ersatz eines Zahnes würde mittels eines Implantates oder konventionell mit eine Brücke erfolgen.

Diese Behandlungsoptionen können sehr kostenintensiv sein.

Medizinisch sinnvoller ist es einen solchen Zahn doch zu retten, wenn es mit den inzwischen verfügbaren fortschrittlichen Methoden möglich ist. Dies bedarf gewisser Voraussetzungen, die vor einer geplanten Zahnentfernung unbedingt geprüft werden sollten, aber sehr häufig noch erfüllt sind, so dass eine unnötige Entfernung vermieden werden kann.

2. Erhaltung des Zahnes mit moderner Wurzelbehandlung

Die Rettung eines entzündeten oder abgestorbenen Zahnes ist dann möglich, wenn man die spezifischen Hohlräume im Zahninnern komplett von allem entzündetem, bakteriell infiziertem Material säubern kann, vollständig desinfizieren und dauerhaft bakteriendicht hohlraumversiegelt.

Je früher man eine Entzündung erkennt, die geeigneten Maßnahmen ergreift, umso sicherer ist der Erfolg einer professionellen Wurzelbehandlung.

Die großen Fortschritte in den Verfahrensweisen der endodontischen Behandlungen, die Entwicklung neuer Techniken und spezieller Geräte zur Behandlung auch sehr schwieriger Fälle machen Behandlungserfolge möglich, die mit einfachen konventionellen Mitteln nicht zu erreichen sind.

Wir verwenden in unserer Praxis die neusten Techniken und hochmoderne Geräte um auch die schwierigsten Fälle erfolgreich zu lösen.

Mit einem OP-Mikroskop sind wir in der Lage in die diffizilen feinen Strukturen der Wurzeln hineinzuschauen und können Schwierigkeiten (anatomische Besonderheiten, zusätzliche Nebenkanäle, Frakturen ...) früh erkennen und kontrolliert „unter Sicht“ beseitigen und richtige Diagnosen stellen, die man ohne Mikroskop nur mutmaßen könnte.

Nur was man mit dem Auge auch sieht, kann man auch wirklich behandeln!

Mit endometrischen Längenmessgeräten messen wir die tatsächliche Länge der Wurzelkanäle, damit die Wurzel vollständig behandelt werden kann und nicht über die Wurzel hinaus Gewebe verletzt wird.

Zur Aufbereitung verwenden wir spezielle Instrumente (Nickel-Titan-Feilen), welche extrem biegsam sind und die Gefahr des Abbrechens in engen oder gekrümmten Strukturen reduzieren.

Vor der endgültigen bakteriendichten Hohlraumversiegelung, der eigentlichen Wurzelfüllung, können wir die Innenräume mit unserem Laser zusätzlich sterilisieren, da die bakterienabtötende Wirkung des Lasers deutlich tiefer in die Zahnsubstanz vordringt, als es mit desinfizierenden Lösungen allein der Fall ist.

Auch wenn nach einer ersten nicht dauerhaft erfolgreichen Wurzelbehandlung, die anderenorts erfolgt ist, ein Zahn Probleme macht, ist eine erneute Wurzelbehandlung (sog. Revisionsbehandlung) möglich, die den Zahn oft dennoch retten kann.

Richtige Wurzelkanalbehandlungen, die es mit Hilfe der geschilderten Verfahren und Geräte ermöglichen wirklich keimfreie Wurzelhohlräume herzustellen, haben eine extrem hohe Erfolgswahrscheinlichkeit und stellen eine praktisch schmerzfreie Behandlungsmethode dar.

Bei Erstbehandlungen können wir auf eine Erfolgsquote über Jahre von über 96% verweisen, was die Erfolgsquote der alternativen Methoden (Brücke, Implantat) deutlicht übertrifft.

Dies ist allerdings nur mit den aufgeführten aufwendigen modernen Verfahren zu erreichen, die nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenkassenleistungen sind und nicht in allen Tarifen der Erstattungsstellen enthalten sind.

Wir werden Ihnen gerne ein Angebot machen, wenn eine solche Behandlung für die Rettung Ihres Zahnes in Frage kommt.

Auch eine eventuell komplett privat zu tragene endodontische Therapie ist meist immer noch deutlich günstiger als der Eigenanteil für eine alternative Zahnersatzversorgung in Form von Brücke oder Implantat!

Und unserer Erfahrung nach ist der eigene Zahn besser als jeder Zahnersatz!

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